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Kramer Brennstoffe AG

 *Stand jeweils Morgenpreise 

 Börsen und Märkte

 


 

19.07.2018* 

18.07.2018*

Brent
 

USD/Fass
 

72.23

71.42

Gasöl fob Rotterdam 
 

USD/Tonne
 

634.50

627.25

Wechselkurs    
 

CHF/USD
 

1.0011

1.0025


 

 

Marktlage vom 19.07.2018 (Quelle Futures Service)  


Die wöchentlichen US Ölbestandsdaten werden zunehmend durch zum Teil starke Veränderungen bei den wöchentlichen Importen und Exporten verzerrt. Die großen Unterschiede von Woche zu Woche können durch wenige Schiffe hervorgerufen werden. Gerade bei den eigentlich bearishen Rohölaufbauten der abgelaufenen Berichtswoche relativiert der Einfluss des Außenhandels die Wirkung der Bestandsveränderungen.

Trader haben sich daher auf die Produktnachfrage - eine vermeintlich verlässlichere Größe – konzentriert. Diese hat sich positiv entwickelt und liegt bei Benzin über dem Vorjahreswert. Für Analysten ein wichtiger Faktor, denn die Sommernachfrage ist eine wichtige saisonale Veränderung, auf die die Marktteilnehmer jedes Jahr warten. Während sich die Nachfrage in den USA positiv zu entwickeln scheint, gibt es allerdings an anderen Stellen Bedenken.

Der Handelskrieg zwischen den USA und anderen Volkswirtschaften wird das globale Wirtschaftswachstum und damit auch die Ölnachfrage negativ beeinflussen. Nicht zuletzt deshalb gehen Experten davon aus, dass die hohen Zuwachsraten bei der Nachfrage der letzten Jahre tendenziell abnehmen wird. Noch hat man die Prognosen für 2019 weitestgehend unverändert belassen, aber der Ausblick ist tendenziell negativ.

Zusammen mit der höheren Produktion der OPEC und Nicht-OPEC Länder, die sich in den letzten Wochen abzeichnet, und der Spekulation um eine mögliche Freigabe der strategischen Ölreserven in den USA, hatte dies die Preise an ICE und NYMEX zum Wochenauftakt noch belastet. Trader hatten die anziehende Nachfrage bei den US Ölbestandsdaten daher nun offenbar als Anlass genommen einige Short-Positionen abzudecken.

Die Unwägbarkeiten haben in den letzten Wochen weiter zugenommen, sind doch die Auswirkungen des Handelsstreits, der Iran Sanktionen oder die letztliche Produktionssteigerung von OPEC und Russland noch immer nicht klar abzuschätzen. Von daher hat sich bei Brent eine Handelsspanne zwischen 70 und 80 Dollar über die letzten Monate ergeben, dessen Untergrenze man sich zuletzt angenähert hat. Damit sind die bearishen Aspekte auch zunehmend eingepreist, womit das fundamentale Abwärtspotenzial abgenommen hat.

Im frühen Handel kommen die Futures an der ICE zwar leicht von ihren Vortageshochs zurück, bleiben allerdings deutlich über den Werten von gestern Mittag. Der Euro/Dollar-Kurs hat angezogen und macht das Öl für den Euroraum somit etwas günstiger im Vergleich zu gestern, unterm Strich jedoch zeichnen sich wegen des späten Preisanstiegs gestern noch erhebliche Preissteigerungen zum Vortag ab.

Die schweizerischen Konsumentenpreise basieren auf den Beschaffungspreisen der Produkte (Benzin, Dieselöl, Heizöl etc.) in den internationalen Märkten (insbes. dem sogenannten "Rotterdamer Spotmarkt"), dem Wechselkursverhältnis CHF/USD (die Produktenotierungen erfolgen in USD) und den Transportkosten bis zur Schweiz. Das Zusammenwirken dieser drei Faktoren bestimmt im Wesentlichen die Endverkaufspreis in der Schweiz.