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Kramer Brennstoffe AG

 *Stand jeweils Morgenpreise 

 Börsen und Märkte

 


 

12.11.2019* 

07.11.2019*

Brent
 

USD/Fass
 

62.48

62.05

Gasöl fob Rotterdam

USD/Tonne
 

583.00

585.25

Wechselkurs    
 

CHF/USD
 

0.9948

0.9929


Marktlage vom 12.11.2019 (Quelle Futures Service)

Es bleibt weiterhin so, dass die Ergebnisse im Handelsstreit zwischen USA und China der "entscheidende Auslöser" für Preisbewegungen an den Ölbörsen sein werden, so die Experten von AxiTrader. Positive Kommentare, die auf eine Rückführung von Strafzöllen hinweisen, stützen die Preise immer mal wieder, während Dementis, wie die von US-Präsident Trump am Wochenende, das Aufwärtspotenzial wieder dämpfen.

Bis klar ist, was beide Seiten tatsächlich auch schriftlich fixieren, wird dieses Hin und Her vermutlich weiter gehen. Denn auch wenn alle Seiten immer von "positiven Gesprächen" und "Fortschritten" berichten, handfeste Details zu dem, worauf man sich bereits geeinigt hat, gibt es nicht. Auch steht noch immer kein Termin oder Ort für eine Unterzeichnung des Teilabkommens "Phase 1" fest.

Neben dem Handelsabkommen wird der Markt aber auch auf die OPEC und deren Entscheidung Anfang Dezember blicken. Hier ist die Sicht auf die Sachlage allerdings klarer als im Handelsstreit. Nachdem der OPEC Generalsekretär in der letzten Woche die Entwicklung des Marktes 2020 "positiver" als zuletzt einschätzte und sich Saudi-Arabien nicht für weitere Produktionskürzungen stark machen will (6.11.2019 Saudi-Arabien gegen niedrigere Förderquoten), sieht man auch im Oman keine stärkere Produktionskürzung auf den Markt zukommen (11.11.2019 Omans Ölminister: Stärkere OPEC+ Kürzungen eher unwahrscheinlich).

"Mein Bauchgefühl sagt mir, dass wir für das ganze nächste Jahr die gleiche Vereinbarung haben werden, die auch in diesem Jahr galt," so Mohammed Al Rumhi, der dies vor allem mit den positiven Entwicklungen im Handelsstreit und einer sich abschwächenden US Schieferölindustrie begründet. Doch ob sich diese Haltung für die OPEC wirklich ausgeht ist mindestens fraglich. Die letzten Monatsreports hatten angedeutet, dass sich in der ersten Jahreshälfte 2020 eine deutliche Überversorgung ergeben könnte, sollte das Kartell nicht gegensteuern. Vor allem der Jahresbericht der OPEC, der bis 2023 Jahr für Jahr einen sinkenden Bedarf an Öl aus der OPEC prognostiziert, hatte vergangene Woche für Aufsehen gesorgt.

"Heute ist es hauptsächlich der Handelskrieg", der die Preise bewegt, sagt Analyst Bob McNally, von Rapidan Energy Group und ehemaliger Berater des Weißen Hauses unter Präsident George W. Bush. "Die Leute schauen aber auch auf den Beginn des nächsten Jahres, sehen einen überversorgten Markt und fragen sich, ob die OPEC+ Gruppe die Herausforderung annehmen wird," so McNallys Zweifel an der Vorgehensweise des Kartells. Entsprechend werden nun auch die Monatsreports in dieser Woche in den Fokus rücken, bei denen die EIA morgen Nacht den Anfang machen wird. Den Bericht der EIA werden wir dann am Donnerstagmorgen in aller Ausführlichkeit zur Verfügung stellen.

Darüber hinaus stehen auch noch die US Ölbestandsdaten in der zweiten Wochenhälfte auf der Agenda, die wegen des gestrigen US Veterans Day in dieser Woche einen Tag später als üblich veröffentlicht werden. Laut Genscape könnten sich hier Abbauten bei Rohöl ergeben, zumindest im wichtigsten Lager, Cushing, Oklahoma. Dafür meldete das Unternehmen einen Rückgang der Bestände um -1,2 Mio. Barrel für die abgelaufene Woche, was aber auch zum Teil mit der Abschaltung der Keystone Pipeline zusammenhängen dürfte.

"Wir gehen davon aus, dass der Seitwärtshandel vorerst fortgesetzt wird, wobei die Schlagzeilen des Handelskonflikts wahrscheinlich die Richtung vorgeben werden," so die Einschätzung bei der Commerzbank. Vermutlich werden die Futures im Laufe der Woche ihre Volatilität behalten, ohne aber eine klare Richtung zu entwickeln, denn mit Monatsreports und US Ölbestandsdaten werden Trader ihren Fokus sicherlich auf die zweite Wochenhälfte legen.

Nach dem Auf und Ab von gestern orientieren sich die Futures in den Morgenstunden wieder leicht nach oben, ohne aber deutlich anzuziehen und bleiben somit unter den Vortageshochs. Bei den Inlandspreisen deutet sich damit aber dennoch eine feste Tendenz zu gestern ab, sodass sich rechnerisch aktuell moderate Preissteigerungen zu gestern ergeben


Die schweizerischen Konsumentenpreise basieren auf den Beschaffungspreisen der Produkte (Benzin, Dieselöl, Heizöl etc.) in den internationalen Märkten (insbes. dem sogenannten "Rotterdamer Spotmarkt"), dem Wechselkursverhältnis CHF/USD (die Produktenotierungen erfolgen in USD) und den Transportkosten bis zur Schweiz. Das Zusammenwirken dieser drei Faktoren bestimmt im Wesentlichen die Endverkaufspreis in der Schweiz.



 

 

 

 


 


 


 

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