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Kramer Brennstoffe AG

 *Stand jeweils Morgenpreise 

 Börsen und Märkte

 


 

21.01.2019* 

18.01.2019*

Brent
 

USD/Fass
 

62.49

6190

Gasöl fob Rotterdam

USD/Tonne
 

572.00

570.00

Wechselkurs    
 

CHF/USD
 

0.9952

0.9939

 

Marktlage vom 21.01.2019 (Quelle Futures Service)  

OPEC und EIA Monatsreport haben in der letzten Woche für 2019 tendenziell auf eine Überversorgung hingewiesen. Die IEA hingegen sieht für 2019 die Chance, dass der Markt in Balance kommen könnte, wenngleich insbesondere zu Jahresanfang noch eine Überversorgung dominieren könnte. Dies könnte sich allerdings ausgleichen, da die OPEC ihre versprochenen Kürzungen umzusetzen scheint und Saudi-Arabien entschlossen ist den Markt zu stabilisieren.

Lediglich Russland bleibt bei den Kürzungen verhalten. Während die OPEC Länder im Dezember ihre Förderung drastisch reduziert hatten, erreichte die Ölproduktion in Russland ein neues Rekordhoch. Für Januar hatte man eine Rückführung der Produktionsmenge um 50.000 bis 60.000 B/T in Aussicht gestellt, wobei laut Analyst Stephen Brennock von PVM bisher nur etwa 30.000 B/T vom Markt genommen wurden. Damit Russland seine Produktionskürzung von insgesamt 228.000 B/T erreicht, muss also noch viel passieren.

Während das chinesische Wirtschaftswachstum mit einem Abschwung in 2018 und vermutlich auch in 2019 Sorgen bereitet, nähern sich Peking und Washington im Handelsstreit jedoch an. Die Chancen stehen gut, dass es keine weiteren Strafzölle zwischen den Ländern gibt und die bisherigen Sanktionen nach Ablauf des vereinbarten Waffenstillstandes Ende April (schrittweise) wieder abgebaut werden. Dies dürfte der Wirtschaft aber auch der Ölnachfrage einen Schub geben, weshalb die IEA ihre Erwartung von +1,4 Mio. B/T in 2019 bisher unverändert belassen hat.

Hinzu kommen die umfangreichen Kürzungen der OPEC und die langsamere Produktionssteigerung der USA. Zwar wird die Ölförderung der Nicht-OPEC Länder weiter stark wachsen, bleibt die OPEC jedoch bei ihren Kürzungen, besteht eine Chance, dass eine Überversorgung vermieden werden kann. Dabei spielen auch die US Sanktionen gegen den Iran eine Rolle. Sollten die Ausnahmeregelungen Ende April reduziert oder vollständig eingestellt werden, würde dies das Ölangebot zusätzlich verknappen.

War die Stimmung Ende 2018 vorwiegend bearish, so hat sich dies nun weiter relativiert. Laut den Experten bei JP Morgan sollte sich Brent mit diesen Faktoren bei über 60 Dollar stabilisieren, sodass man eine Long-Position empfiehlt. Bei Bernstein Energy sieht man für die meiste Zeit in 2019 nun sogar eine Unterversorgung, mit der die Preise zum Jahresende auf 70 Dollar klettern könnten. Auch Ellen Wald, von Transversal Consulting, sieht in der aktuellen Konstellation Aufwärtspotenziale, mit denen die Preise bis zur US Entscheidung zu den Ausnahmeregelungen bei den Iran Sanktionen im April anziehen könnten.

In der Gesamtbetrachtung überwiegen heute Morgen die bullishen Nachrichten, insbesondere nachdem die Anzahl der aktiven US Ölbohranlagen regelrecht eingebrochen ist. Mit dieser Ausgangskonstellation ziehen die Preise in den Morgenstunden zunächst einmal an und testen dabei die späten Freitagshochs. Da der Euro/Dollar-Kurs am späten Freitagnachmittag nachgab, ergeben sich bei den rechnerischen Inlandspreiserwartungen deutliche Aufwärtsspielräume.



 
Die schweizerischen Konsumentenpreise basieren auf den Beschaffungspreisen der Produkte (Benzin, Dieselöl, Heizöl etc.) in den internationalen Märkten (insbes. dem sogenannten "Rotterdamer Spotmarkt"), dem Wechselkursverhältnis CHF/USD (die Produktenotierungen erfolgen in USD) und den Transportkosten bis zur Schweiz. Das Zusammenwirken dieser drei Faktoren bestimmt im Wesentlichen die Endverkaufspreis in der Schweiz.