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Kramer Brennstoffe AG

 *Stand jeweils Morgenpreise 

 Börsen und Märkte

 


 

24.05.2018* 

23.05.2018*

Brent
 

USD/Fass
 

79.42

79.10

Gasöl fob Rotterdam 
 

USD/Tonne
 

699.25

693.00

Wechselkurs    
 

CHF/USD
 

0.9934

0.9911


 

 

Marktlage vom 24.05.2018 (Quelle Futures Service)  

Die US Rohölbestandsdaten haben mit dem überraschenden Anstieg gestern das höchste Niveau seit Anfang Dezember letzten Jahres erreicht. Die US Vorräte gelten oft als Indikator für die globale Bestandsentwicklung, weshalb die Aufbauten insgesamt bearish gesehen wurden. Begünstigt wurde die Entwicklung durch die geringeren Exporte bei einer gleichzeitigen Zunahme der Importe. Der Preisunterschied zwischen Brent und WTI ist mit etwa 7,80 Dollar so umfangreich wie seit einigen Jahren nicht mehr und spricht eigentlich für eine Zunahme der Ölexporte aus den USA.

Bei den Daten von letzter Woche ist also genau das Gegenteil von dem passiert, was man eigentlich erwartete hätte. Importe und Exporte können allerdings größeren wöchentlichen Schwankungen unterliegen, sodass die Zahlen bei der nächsten Bestandsermittlung eventuell etwas relativiert werden. Dennoch bleibt der Eindruck des gestrigen DOE insgesamt bearish.

Die Möglichkeit, dass die OPEC eventuell die Produktionsquoten aufweicht, um die ungeplanten Ausfälle in Venezuela und Iran aufzufangen, hat die Aufwärtsdynamik bereits ausgebremst. Trader könnten bei einer Bestätigung Gewinne mitnehmen, wodurch dann schlussendlich eine Abwärtskorrektur eingeleitet werden könnte, doch bisher gibt es noch nichts Konkretes. Hier wartet man vermutlich noch auf klare Aussagen aus Saudi-Arabien oder Russland, und bis dahin nimmt man eher eine abwartende Haltung ein.

Zu den bestehenden Produktionsausfällen kommen nun auch noch etwa 120.000 B/T aus Libyen hinzu. Durch die knappe Marktlage wirken sich derartige Meldungen vor allem an der ICE gleich preistreibend aus. Die US Ölbestandsentwicklung und die Aussicht auf eine Lockerung der Produktionskürzungen der OPEC halten allerdings dagegen. Der durch fundamental bullishe Meldungen getriebene Aufwärtstrend der letzten Wochen scheint damit angegriffen zu sein, jedenfalls bleiben wir in unserer fundamentalen Einschätzung erst einmal bei unserer neutralen Haltung.

Nachdem die Ölpreise an der ICE gestern Abend noch einmal auf neue Tageshochs kletterten, kommen diese in den Morgenstunden bereits wieder leicht zurück. Da die Preise damit allerdings noch immer oberhalb der Niveaus von gestern Mittag liegen und sich der Euro nun im Bereich der 1,17 Dollar stabilisiert, deuten sich bei den rechnerischen Inlandspreisen am Morgen Aufwärtspotenziale zum Vortag an.


Die schweizerischen Konsumentenpreise basieren auf den Beschaffungspreisen der Produkte (Benzin, Dieselöl, Heizöl etc.) in den internationalen Märkten (insbes. dem sogenannten "Rotterdamer Spotmarkt"), dem Wechselkursverhältnis CHF/USD (die Produktenotierungen erfolgen in USD) und den Transportkosten bis zur Schweiz. Das Zusammenwirken dieser drei Faktoren bestimmt im Wesentlichen die Endverkaufspreis in der Schweiz.