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Kramer Brennstoffe AG

 *Stand jeweils Morgenpreise 

 Börsen und Märkte

 


 

20.11.2018* 

16.11.2018*

Brent
 

USD/Fass
 

66.07

67.15

Gasöl fob Rotterdam

USD/Tonne
 

630.50

638.75

Wechselkurs    
 

CHF/USD
 

0.9921

0.9991


 

 

Marktlage vom 20.11.2018 (Quelle Futures Service)  


Nach den Produktionssteigerungen zur Jahresmitte steht die OPEC nun vor dem Ergebnis, dass man eine Überversorgung kreiert hat, die sich im kommenden Jahr vermutlich noch einmal weiter ausweitet. Kürzungen sind daher angesagt, um die Abwärtsbewegung zu stoppen. Im Gespräch sind momentan 1,0 bis 1,4 Mio. B/T, wobei vom wichtigsten Nicht-OPEC Partner, Russland, ein Bekenntnis zu den Kürzungen noch ausbleibt. Zuletzt hatten sich die Anzeichen verdichtet, dass man in Moskau von erneuten Kürzungen nicht begeistert sei (16.11.2018 Russland lehnt Produktionskürzung offenbar ab).

Russland sei mit Preisniveaus um 70 Dollar zufrieden, während dies für Saudi-Arabien etwas zu wenig ist. Diese brauchen laut dem Internationalen Währungsfonds (IWF) einen Preis von 73,30 Dollar im kommenden Jahr, um den Haushalt auszugleichen. Russland Budget sei hingegen auch noch ausgeglichen, wenn der Durchschnittspreis für die eigenen Exporte auf 40 Dollar sinke, so das russische Finanzministerium. Letztlich hängt die kommende Preisentwicklung daran, um wie viel das Ölangebot der OPEC+ Gemeinschaft reduziert wird.

Die bisher genannten Kürzungsmengen der OPEC würden vermutlich lediglich die aktuell erwartete Überversorgung vom Markt nehmen. Das knappere Angebot des Kartells würde gleichzeitig die Reservekapazitäten steigen lassen, sodass sich unterm Strich vermutlich nur ein bedingt bullisher Einfluss ergibt. Die Preise reagieren mit einer Kürzung sicherlich erst einmal nach oben, eine langanhaltende und starke Preisrallye dürfte sich bei den kolportierten Mengen damit aber eher nicht etablieren, so lange unerwartete Ausfälle ausbleiben. Analysten sind sich auf Grund der Unwägbarkeiten jedoch noch uneins, in welche Richtung sich die Preise in den kommenden Monaten bewegen werden.

Vor den US Feiertagen am Donnerstag und Freitag wird sich der Handel an den Börsen vermutlich ausdünnen. Trader werden ihre Positionen managen und glattstellen. Dies könnte eventuell zu Short-Coverings führen und die Preise stützen. Die Volatilität dürfte damit vorerst weiter hoch bleiben.

In den Morgenstunden zeigen sich die Futures leicht nachgebend, während der Euro/Dollar-Kurs seinen späten Anstieg von gestern noch immer halten kann. Bei den rechnerischen Inlandspreisen deuten sich in dieser Konstellation aktuell leichte bis moderate Preisnachlässe zum Vortag an.


Die schweizerischen Konsumentenpreise basieren auf den Beschaffungspreisen der Produkte (Benzin, Dieselöl, Heizöl etc.) in den internationalen Märkten (insbes. dem sogenannten "Rotterdamer Spotmarkt"), dem Wechselkursverhältnis CHF/USD (die Produktenotierungen erfolgen in USD) und den Transportkosten bis zur Schweiz. Das Zusammenwirken dieser drei Faktoren bestimmt im Wesentlichen die Endverkaufspreis in der Schweiz.