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Kramer Brennstoffe AG

 *Stand jeweils Morgenpreise 

 Börsen und Märkte

 


 

18.03.2019* 

15.03.2019*

Brent
 

USD/Fass
 

67.25

67.38

Gasöl fob Rotterdam

USD/Tonne
 

607.00

612.25

Wechselkurs    
 

CHF/USD
 

1.0018

1.0036

 

Marktlage vom 18.03.2019 (Quelle Futures Service)  


Die Monatsreports von EIA, OPEC und IEA haben in der letzten Woche gezeigt, dass die Versorgungslage mittlerweile knapper geworden ist, als man Anfang des Jahres noch erwartet hatte. Dies liegt in erster Linie vor allem an den umfangreichen Kürzungen der Saudis, die deutlich mehr Rohöl als angekündigt vom Markt genommen haben, und natürlich auch an den US Sanktionen gegen Venezuela.

Hatte man Ende letzten Jahres noch befürchtet, dass die Ölnachfrage einbricht und sich mit dem Boom der US Schieferölproduktion eine massive Überversorgung im neuen Jahr ergeben wird, hat sich das Bild mittlerweile gedreht. Die OPEC+ Gruppe hat den Markt mindestens wieder ausbalanciert, wenn nicht sogar eine leichte Unterversorgung etabliert. Im Januar sind die Ölvorräte laut IEA Monatsbericht zwar noch gestiegen, allerdings weniger deutlich als zu dieser Jahreszeit üblich.

Die Maßnahmen der OPEC haben damit Erfolg, denn auch der Ölpreis ist in dieser Zeit deutlich gestiegen. Doch ist der Markt eben nur wegen dieser Kürzungen in der jetzigen Konstellation. Die IEA verwies bei ihrem Monatsbericht am Freitag auch auf die Reservekapazitäten, die parallel mit den Kürzungen der OPEC zugenommen haben. Die physische Verfügbarkeit hat zwar abgenommen, die Versorgungssicherheit ist jedoch gestiegen. Das Marktgleichgewicht ist dabei vor allem von den Kürzungen der OPEC+ Gruppe abhängig, ohne die es vermutlich schnell wieder zu einer deutlichen Überversorgung kommen würde.

Die OPEC hat damit die Symptome der niedrigen Preise erfolgreich behandelt, das Grundproblem bleibt aber weiterhin bestehen: die US Ölförderung wächst weiterhin stark und die Zunahme des Ölangebots aus Nicht-OPEC Ländern wird das globale Nachfragewachstum weiter überschreiten. Die höheren Ölpreise ermöglichen zudem weitere Investitionen in die Ölförderung, deren Kosten durch technischen Fortschritt weiter reduziert wird. Auch wenn der Ölmarkt aktuell durchaus als knapp bezeichnet werden kann und damit starke Preiseinbrüche vorerst verhindert werden, so ist dies ganz entscheidend von umfangreichen Produktionskürzungen der OPEC+ Gruppe abhängig.

Wenn in den USA in der zweiten Jahreshälfte zahlreiche Pipelines fertiggestellt werden, könnten die Ölpreise unter Druck kommen. US Rohöl aus dem Landesinneren kann dann zu geringeren Kosten an die Küste zu den Raffinerien und an die Exportterminals transportiert werden und bei der Förderung wird dann mit einem erneuten Schub gerechnet. Für die OPEC+ Gruppe ist es allerdings noch zu früh um zu entscheiden, wie man mit dieser Konstellation umgehen wird. Das Kartell und die Nicht-OPEC Mitglieder werden vermutlich erst beim Meeting im Juni über die Vorgehensweise in der zweiten Jahreshälfte entscheiden.

Heute Morgen starten die Futures in einer relativ engen Spanne in den Tag. ICE Gasoil liegt zwar über dem Tagestief vom Freitag, allerdings auch unterhalb der Werte von Freitagvormittag und Mittag. Bei den Inlandspreisen für Heizöl und Diesel ist daher mit rechnerischem Abwärtspotenzial zu rechnen.


Die schweizerischen Konsumentenpreise basieren auf den Beschaffungspreisen der Produkte (Benzin, Dieselöl, Heizöl etc.) in den internationalen Märkten (insbes. dem sogenannten "Rotterdamer Spotmarkt"), dem Wechselkursverhältnis CHF/USD (die Produktenotierungen erfolgen in USD) und den Transportkosten bis zur Schweiz. Das Zusammenwirken dieser drei Faktoren bestimmt im Wesentlichen die Endverkaufspreis in der Schweiz.