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Kramer Brennstoffe AG

 *Stand jeweils Morgenpreise 

 Börsen und Märkte

 


 

17.07.2019* 

16.07.2019*

Brent
 

USD/Fass
 

64.65

66.39

Gasöl fob Rotterdam

USD/Tonne
 

582.50

596.00

Wechselkurs    
 

CHF/USD
 

0.9888

0.9845


Marktlage vom 17.07.2019 (Quelle Futures Service)  



Der Fokus der Marktteilnehmer ging am gestrigen Dienstag langsam wieder auf andere Faktoren über, nachdem er zuvor noch auf Sturm Barry gelegen hatte, der Ende letzter Woche über die US-Golfregion hinweggefegt war.

So hatte beispielsweise die EIA in ihrem Produktionsbericht für die Schieferölregionen der USA am Montagabend für Juli einen Anstieg der US-Schieferölproduktion auf ein neues Rekordniveau von 8,497 Mio. B/T gemeldet. Zwar wurde die vorherige Schätzung für Juli somit um -23.000 B/T nach unten korrigiert, das Wachstum der amerikanischen Schieferölproduktion setzt sich jedoch weiter fort. Auch im August ist mit einer Zunahme der Fördermengen zu rechnen. Die IEA scheint also mit der Aussage aus ihrem letzten Monatsbericht, nämlich dass ein knappes Angebot am Ölmarkt vorerst nicht zum Problem werden dürfte, gar nicht so falsch zu liegen, auch wenn die OPEC+ Gruppe noch bis März 2020 ihre Produktion drosseln will.  

Abzuwarten bleibt weiterhin, wie sich die Nachfrage entwickeln wird. Während die gestern veröffentlichten Daten zur Industrieproduktion der USA die Erwartungen übertrafen und damit auch Hoffnung auf eine stärkeres Ölnachfragewachstum machten, erhielten diese Hoffnungen durch Kommentare des US-Präsidenten am Dienstagabend gleich einen Dämpfer. Obwohl man derzeit bemüht ist, die Handelsgespräche zwischen den USA und China wieder in Gang zu setzen und Strafzölle fürs Erste ausgesetzt wurden, wiederholte Trump während eines Meetings im Weißen Haus, er könne zusätzliche Zölle auf chinesische Importwaren verhängen. Dies, beziehungsweise eine erneute Verschlechterung der Handelsbeziehungen zwischen den USA und China würden das Wirtschafts- und letztlich auch das Ölnachfragewachstum beeinträchtigen.  

Das gestrige Meeting im Weißen Haus lieferte auch in anderer Hinsicht Impulse für die Ölbörsen. So gab US-Außenminister Mike Pompeo an, der Iran habe seine Bereitschaft für Gespräche signalisiert, um die Spannungen zwischen den USA und Iran zu reduzieren. Sein iranischer Kollege Javad Zarif ließ Ähnliches verlautbaren. Unterdessen soll der Iran auf den Notruf eines Öltankers im Persischen Golf reagiert haben, der gestern noch als verschollen galt. Laut der iranischen Nachrichtenagentur ISNA hatte der Tanker technische Probleme.

Zur Wochenmitte richten die Händler ihre Aufmerksamkeit nun auch wieder auf die wöchentlichen Bestandsdaten aus den USA. Das API meldete am Dienstagabend einen schwächer als erwarteten Rückgang der landesweiten Rohöl- und Benzinbestände. Die Destillatevorräte sollen massiv zugelegt haben. Insgesamt konnten die Daten des API den Ölfutures daher keinen klar bullishen Impuls geben. Die offiziellen Bestandsdaten des DOE sind wie üblich heute um 16:30 Uhr fällig und beinhalten auch Zahlen zur Nachfrage, zu Im- und Exporten sowie zur Ölproduktion der USA.

In den frühen Morgenstunden blieben die Ölpreise an ICE und NYMEX im Bereich der Tiefs von gestern Abend. Der Euro/Dollar-Kurs konnte sich ebenfalls kaum von den Tiefs von Dienstag lösen und trat bislang auf der Stelle. Bei den rechnerischen Inlandspreisen ist heute Morgen daher erneut mit deutlichen Preisnachlässen im Vergleich zu gestern zu rechnen.



Die schweizerischen Konsumentenpreise basieren auf den Beschaffungspreisen der Produkte (Benzin, Dieselöl, Heizöl etc.) in den internationalen Märkten (insbes. dem sogenannten "Rotterdamer Spotmarkt"), dem Wechselkursverhältnis CHF/USD (die Produktenotierungen erfolgen in USD) und den Transportkosten bis zur Schweiz. Das Zusammenwirken dieser drei Faktoren bestimmt im Wesentlichen die Endverkaufspreis in der Schweiz.



 

 

 

 


 


 


 

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