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Kramer Brennstoffe AG

 *Stand jeweils Morgenpreise 

 Börsen und Märkte

 


 

13.07.2020* 

09.07.2020*

Brent
 

USD/Fass
 

42.79

43.13

Gasöl fob Rotterdam

USD/Tonne
 

369.50

367.00

Wechselkurs    
 

CHF/USD
 

0.9399

0.9371


Marktlage vom 13.07.2020 (Quelle Futures Service)


Die IEA hat ihre Nachfrageprognose in der vergangenen Woche nach oben korrigiert, was allerdings wenig überraschend ist, nachdem die EIA bei ihrem Monatsreport ebenfalls eine entsprechende Korrektur vornahm. Die Nachfrage hatte sich nach den Lockdowns schneller erholt als es die Experten zunächst erwartet hatten, was sicher auch mit der frühen und umfangreichen Lockerung der Maßnahmen zur Eindämmung des Virus zu tun hat.

Nach dem deutlichen Anstieg der Nachfrage dürfte sich diese Entwicklung nun aber etwas verlangsamen. Der positive Effekt auf die Nachfrage war mit den ersten Schritten aus den Lockdowns heraus am größten und nimmt nun ab. Dennoch plant die OPEC+ Gruppe offenbar den geplanten Mechanismus zur Anhebung der Ölproduktion in Gang zu setzen. Mit August könnte die Ölproduktion der Gruppe dann um bis zu 2 Mio. B/T zunehmen. Einige Länder wie Angola, Irak und Nigeria werden ihre Förderung allerdings nur wenig anpassen können, da man die Produktionskürzungen zuvor nicht ganz eingehalten hatte und dies nun durch eine stärker als vereinbarte Kürzung kompensieren muss.

Libyens Pläne die Ölexporte wiederzubeleben, was Ende letzte Woche noch auf den Preisen lastete, sind erst einmal wieder vom Tisch. Dafür bleibt aber die Corona-Pandemie weiterhin im Fokus, denn auch am Wochenende blieben die Infektionszahlen weiter hoch. Vor allem die USA steht im Fokus, denn dort gelingt es nicht die Ausbreitung zu kontrollieren, sodass einige Staaten Pläne für weitere Lockerungen aussetzen. In Australien wurde nun für Melbourn, die zweitgrößte Stadt des Landes, ein kompletter Lockdown verhängt. Dieses Beispiel zeigt, wie drastisch die Maßnahmen ausfallen können, bekommen die Länder die Coronavirus-Pandemie nicht unter Kontrolle.

Analyst Robbie Fraser, von Schneider Electric, geht davon aus, dass die steigenden Covid-19 Fälle in den USA und anderen Regionen die Nachfrageerholung untergraben könnten. Der Juli könnte ein schwieriger Monat für Öl werden, da das Aufflammen der weltweiten Coronainfektionen den Fokus des Marktes wieder auf das Risiko auf der Nachfrageseite legt, so Stephen Innes, von AxiCorp. "Die geplante Lockerung der OPEC+ Produktionskürzungen im nächsten Monat [...] und eine mögliche Erholung der US-Ölproduktion könnten den Druck auf der Angebotsseite erhöhen", so Innes weiter.

Unter diesem Eindruck sollte das Aufwärtspotenzial an den Ölbörsen vom aktuellen Niveau aus weiter begrenzt sein, auch wenn Libyens Restart der Ölproduktion und Exporte fehlgeschlagen ist. Weitere Aufwärtsbewegungen sind von fundamentaler Seite her eigentlich nur mit neuen und überraschenden bullishen Meldungen möglich. Die fundamentale Konstellation schätzen wir daher neutral bis bearish ein.

Heute Morgen bleiben die Futures zunächst auf den hohen Niveaus, die im späten Handel am Freitag erzielt wurden. Damit deuten sich bei den rechnerischen Inlandspreisen auch erst einmal moderate Preissteigerungen an.
Die schweizerischen Konsumentenpreise basieren auf den Beschaffungspreisen der Produkte (Benzin, Dieselöl, Heizöl etc.) in den internationalen Märkten (insbes. dem sogenannten "Rotterdamer Spotmarkt"), dem Wechselkursverhältnis CHF/USD (die Produktenotierungen erfolgen in USD) und den Transportkosten bis zur Schweiz. Das Zusammenwirken dieser drei Faktoren bestimmt im Wesentlichen die Endverkaufspreis in der Schweiz.



 

 

 

 


 


 


 

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