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Kramer Brennstoffe AG

 *Stand jeweils Morgenpreise 

 Börsen und Märkte

 


 

18.09.2018* 

17.09.2018*

Brent
 

USD/Fass
 

77.55

78.32

Gasöl fob Rotterdam

USD/Tonne
 

675.00

681.75

Wechselkurs    
 

CHF/USD
 

0.9613

0.9663


 

 

Marktlage vom 18.09.2018 (Quelle Futures Service)  

 
Die iranischen Ölexporte hatten laut IEA im August um etwa 280.000 B/T abgenommen und lagen damit bei etwa 1,9 Mio. B/T. Insgesamt sind die Exporte in den letzten drei Monaten damit um etwa 580.000 B/T gesunken. Der Iran selbst geht davon aus, dass die Exporte im September nur noch 1,5 Mio. B/T betragen werden, obwohl die Ölexporte erst ab dem 4. November direkt sanktioniert werden sollen. Die sinkende Verfügbarkeit von Rohöl aus dem Iran ist auch das Thema, dass die Ölbörsen in den letzten Monaten dominiert hatte und auf dem momentan hohen Niveau hält.

Mit einer deutlichen Produktionssteigerung haben OPEC und Russland dem zwar entgegengewirkt, doch sollte die Ölförderung des Iran tatsächlich auf null sinken, so wie es sich die US Regierung vorstellt, können die übrigen Länder diesen Produktionsrückgang nicht mehr vollständig ausgleichen. Zudem nimmt die Reservekapazität der Ölförderung durch die Produktionssteigerung ab, sodass weitere ungeplante Ausfälle schwer auszugleichen sind, die Risikoprämie steigt und der Markt volatiler wird.

Im Bereich der 80 Dollar Brent hat sich jedoch ein Widerstand gebildet, bei dem Trader immer wieder verkaufen und Gewinne aus ihren Long-Positionen mitnehmen. Hintergrund sind die sich andeuteten Probleme bei der Nachfrage, die den Marktteilnemern Sorgenfalten bescheren. Zum einen sind die im Vergleich zum letzten Jahr relativ hohen Preise nicht gerade ein Kaufanreiz, aber vor allem belastet eine Währungskrise in Schwellen- und Entwicklungsländern.

Nach den Boom-Jahren deutet sich nun eine Phase des schwächeren Wirtschaftswachstums an. Die Strafzölle der USA gegen China sind zwar eines der prominentesten Probleme, doch viele Währungen haben in diesem Jahr gegenüber dem US Dollar stark abgewertet. Dies macht das Öl für Käufer aus Schwellen- und Entwicklungsländern noch teurer, die in den letzten Jahren den Großteil zum Ölnachfragewachstum beigetragen hatten. Selbst die OPEC sieht die Nachfrageentwicklung mit großer Sorge und plant daher die Zusammenarbeit mit Russland zu verlängern, um die Fördermengen zu kontrollieren.

Die Analysten der Commerzbank sehen den Ölmarkt aktuell als "adäquat versorgt" an und gehen im kommenden Jahr wieder von einem Angebotspuffer aus, mit dem mögliche unerwartete Produktionsausfälle wieder leichter absorbiert werden können. Im Fokus der Marktteilnehmer wird vermutlich das JMMC Meeting in Algerien zwischen Russland und einigen OPEC Mitgliedern am Wochenende stehen, bei dem man sich neue Einschätzungen zur aktuellen Lage und mögliche Maßnahmen des Produktionsverbundes erhofft.

Die Futures an der ICE und NYMEX haben mit den neuen Strafzöllen der USA und den damit verbundenen Nachfragesorgen im frühen Handel nachgegeben und sind dabei zum Teil unter die Vortagestiefs gerutscht. Da der Euro/Dollar-Kurs seine Gewinne vom Montag halten kann und im Bereich des Vortageshochs notiert, deuten sich im Inland aktuell starke Abwärtspotenziale bei den rechnerischen Preisniveaus für Heizöl und Diesel an.





Die schweizerischen Konsumentenpreise basieren auf den Beschaffungspreisen der Produkte (Benzin, Dieselöl, Heizöl etc.) in den internationalen Märkten (insbes. dem sogenannten "Rotterdamer Spotmarkt"), dem Wechselkursverhältnis CHF/USD (die Produktenotierungen erfolgen in USD) und den Transportkosten bis zur Schweiz. Das Zusammenwirken dieser drei Faktoren bestimmt im Wesentlichen die Endverkaufspreis in der Schweiz.